Kensington und Knightsbridge

Heute früh sah es wieder recht grau und nieselig aus.

Ich fuhr mit der Circuit Line bis South Kensington und lief in Richtung Kensington Gardens und sah mir bei einem kleinen Gartenrundgang das prunkvolle Denkmal für Prince Albert an.

Prince Albert Memorial.

Schließlich ging ich über die Straße zur Royal Albert Hall, wo ich heute eine Tour mitmachte.

Blick auf die Royal Albert Hall.

Wir waren eine kleine Gruppe von ca. zehn Leuten, was nach den Menschenmassen in London wirklich nett war. Unser Guide erklärte uns viel zum Hintergrund der Royal Albert Hall. Den Bau hat Prince Albert nicht mehr erlebt, aber er hatte mit der Grand Exhibition das Geld dafür eingesammelt. Er hatte die Vision, Kunst, Musik und letztlich Bildung für alle Gruppen der Bevölkerung zugänglich zu machen. Dem ist der Träger der Royal Albert Hall heute noch verpflichtet. Das rechtliche Konstrukt dahinter ist komplex, aber funktioniert offenbar gut.

Unsere Tour führte uns durch das Treppenhaus des ehemaligen Haupteingangs auf den Zuschauerrang. Dort nahmen wir in einer Loge neben der königlichen Loge Platz. Die Aussicht auf die Bühne von hier ist natürlich die Allerbeste. Das Bühnenbild gehört zum Cirque du Soleil, der noch bis Anfang März Vorstellungen gibt.

Blick auf die Bühne

Auch den königlichen Aufenthaltsraum durften wir von innen in Augenschein nehmen. Schließlich führte uns der Weg noch auf die Plätze ganz oben, von denen die Sicht recht steil ist.

Freie Sicht von ganz oben.

Auf der Tour habe ich viel Neues gelernt. Schade, dass ich dieses Mal keine Zeit mehr für einen Besuch zu einer Vorstellung in der Royal Albert Hall habe, die von Sport über Zirkus, Musik und Kino eine große Vielfalt an Programm bietet.

Inzwischen war es später Vormittag, und das Cafe im Victoria & Albert Museum bot mir einen Platz zum Ausruhen. Der Lunch war ausnahmsweise lecker und sogar nicht überteuert. Die viktorianische Limonade musste einfach sein, passend zum Ort und auch zur Geschichte der Royal Albert Hall.

Verschnaufpause mit Lunch.

So wieder aufnahmefähig sah ich mir die Ausstellung zur Mode an. Über die Jahrhunderte wird anschaulich erklärt, was wann warum in war. Das war informativ und kurzweilig.

Das V&A Museum.
Der Innenhof.

Eigentlich wollte ich anschließend nach gegenüber ins Natural History Museum gehen. Aber dort war die Schlange von Menschen ca. 300 bis 400 Meter lang. Ohne vorgebuchtes Ticket hätte es sicherlich ewig gedauert, bis ich hinein gekommen wäre. Das habe ich dann lieber gelassen.

Statt dessen lief ich in Richtung Knightsbridge, vorbei bei Harrods

und immer weiter über Picadilly zu Fortnum and Mason. Hier war natürlich auch viel los, und die Angestellten verschenkten zum Valentinstag reichlich Rosen an die Kunden.

Eine schöne Geste. Auch mein Hotel war in der Lobby heute früh mit Rosen dekoriert.

Ich erstand ein paar Mitbringsel und bestaunte in der Food Hall den Gemüsestand. Herrlich bunt.

An diesen Radieschen konnte ich nicht vorbei gehen. Vermutlich sind es die teuersten Radieschen meines Lebens, aber dafür auch bildschön.

Könnte auch ein Gemälde sein.

Am Picadilly Circus vorbei lief ich die Regent Street entlang und fand nach einigem Suchen schließlich das Design Kaufhaus Liberty. Hier war es endlich mal nicht so voll, weil das ganze doch recht speziell ist. Das Gebäude alleine ist aber schon sehenswert. Drinnen gibt es alles mögliche, das mit Design zu tun hat: Kleidung, Küchensachen, Bettwäsche, aber auch eine wunderbare Stoff- und Kurzwarenabteilung.

In der Stoffabteilung.

Neuester Schrei ist offenbar die Nespresso-Sonderedition.

Die Nespresso-Sonderedition für Liberty.
Und das große Display.

Ich erstand zwei Stoffe für mein neu renoviertes Zimmer und war sehr zufrieden.

Links Strawberry Thief von William Morris.

Nun reichte es mir aber mit Laufen und Shoppen, und so nahm ich die U-Bahn zurück zum Tower Hill. Inzwischen war es schon Zeit fürs Abendessen.

Abendessen.

Der Tag verlief zwar nicht ganz wie geplant, hat aber viel Spaß gemacht.