Heute ist hier Pancake Day. Das ist das britische Äquivalent zu unserem Faschings-Dienstag. Mit Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit. Die Tage davor wurden traditionell dazu genutzt, die Vorräte an den ab dann untersagten Nahrungsmitteln noch aufzubrauchen. Am Montag gab es offenbar früher das restliche Fleisch. Am Dienstag wurden Milch, Eier und Butter aufgebraucht. Daher entstand der Brauch, daraus Pancakes zuzubereiten. So kam der Tag zu seinem Namen. Ich habe es beim Frühstück ordentlich gewürdigt.

Die erste Station heute war Westminster: Big Ben in neuer Pracht.

Ein paar Schritte brachten mich zur Westminster Abbey, wo ich mir die Höhepunkte mit dem Audioguide ansah. Toller Abschluss der Tour war der Krönungsstuhl, auf dem im Mai gerade erst King Charles Platz genommen hatte.

Dann ging es mit der District Line nach ganz weit draußen, nämlich in die Kew Gardens. Vor dem Victoria Gate traf ich mich mit meinem Freund Matt, der hierfür extra aus East Anglia angereist kam. Gemeinsam durchstreiften wir bei schönstem englischen Nieselregen den gesamten Garten. Im Palmenhaus wärmten wir uns noch kurz auf.

Dann ging es über den Broad Walk, die Kunstinstallation The Hive und vielen Ginkos entlang zur Orangerie, wo wir einen Platz für den Lunch ergatterten. Der Platz war gut, das Essen schrecklich. Es ist wirklich besser, man kauft sich am Bahnhof ein Picknick. Aber dafür war das Wetter heute einfach nicht geeignet.
Wir waren froh, wieder draußen zu sein und erkundeten den Garten auf dem Riverside Walk sowie dem Aussichtspunkt über den Fluss Syon. Besonders schön war der Woodland Walk auf Holzplanken. Durch den Redwood Hain ging es zum Baumwipfelpfad. Da oben war es ganz schön windig, so dass wir uns freuten, ins nächste Gewächshaus zu kommen.

Nicht nur dort drinnen gab es erste Frühlingsboten.

Schließlich rundete eine Kunstausstellung in der Shirley Sherwood Gallery of Botanical Art den Besuch ab.
Matt blieb noch ein wenig in der Gegend, während ich zurück in mein Studio fuhr und froh war, mich beim Abendessen aufwärmen zu können. Dieses war heute eher einfach, da es ganz schnell gehen musste.


Das Wetter war leider kalt und feucht, kein Vergleich zu gestern. Aber so ist es eben.
Insgesamt war es ein guter Tag. Die vielen alten Bäume machen die Kew Gardens wirklich sehenswert, und es war eine willkommene Abwechslung zu den Touri-Massen in der City. Ich weiß, ich bin ja selbst einer. Und genieße es!